Die Welt ist in unsere Hände gelegt. Wir sind verantwortlich. Niemand sonst. Jede einzelne Person kann Ausgangspunkt einer neuen Zukunft sein. Jederzeit.

Wie wir fähig werden zur sozialen Neugestaltung, im eigenen Leben und Handeln, in Kultur, Politik und Wirtschaft, damit beschäftigt sich – u.a. – die Sektion für Sozialwissenschaften am Goetheanum.

Sie sieht als ihre Aufgabe, diejenigen Bedingungen und Gesetzmäßigkeiten zu erforschen, durch die ein sach- und menschengemäßes Handeln im sozialen Kontext möglich wird. Und sie möchte diejenigen Fähigkeiten und Einrichtungen schulen und entwickeln helfen, durch die in der Gesellschaft menschenwürdige Lebensverhältnisse entstehen können.

Veranstaltungen

Faust-Erlebnis und Tagung am Goetheanum, 2.-4. Juli 2021


Auf freiem Grund mit freiem Volke stehen

Über Faust, die Freiheit und das Recht

Goethes Faust ist von kaum fassbarer Tiefe und Aktualität. Er behandelt die Situation des modernen, suchenden Menschen in seiner Auseinandersetzung mit den Gefährdungen der Welt. Und er behandelt dabei auch ein Thema, das an Dramatik seither noch zugenommen hat: die Faszination des Geldes, des Besitzes und der Macht.

Geld, Besitz und Macht bestimmen unser Leben, unseren Umgang miteinander sowie den Lauf der Welt mehr, als uns recht sein kann. In Zeiten der Pandemie sehen wir ihre gerne verdrängte, dunkle Seite noch wie im Brennglas vergrößert.

Wenn jede/r nur an sich denkt: Wer denkt an alle? Wo bleibt, wenn alle nur noch Eigeninteressen verfolgen, das Gemeinwohl? Wo das Interesse der Schwachen, der Armen, der Pflanzen, der Tiere, des Klimas, der Erde? Wie kann das Geld gezähmt, die Macht eingedämmt, unsere Lebensweise mit der Erde und den Menschen versöhnt werden?Die Hoffnung auf eine gütige Führung, die alles weise richten möge, ist uns vergangen. Heute stehen wir alle in der Verantwortung. Wie werden wir ihr gerecht? Wie werden wir fähig, uns selbst wie das Ganze zu regieren?

Demokratie, lange im scheinbar unaufhaltsamen Siegeszug, kommt unter die Räder. Toleranz ist im Schwinden. Der Wille zum Konsens erst recht. Gesellschaften zerfallen in untereinander kaum noch sprachfähige Partikulargemeinschaften. Einst unveräußerliche Rechte werden beschnitten – Autokratien, Diktaturen breiten sich aus. Ist die Demokratie noch zu retten? Oder hat sie noch gar nicht richtig angefangen?

Die Dreigliederung des Sozialen Organismus

Die soziale Dreigliederung beschreibt die Grundstruktur einer Gesellschaft, in der die Koordination der gesamtgesellschaftlichen Lebensprozesse nicht zentral durch den Staat oder eine Führungselite erfolgt, sondern in der drei selbst verwaltete und relativ autonome Subsysteme sich gegenseitig die Waage halten. Die drei Hauptbereiche der Gesellschaft sind:

  1. das Geistesleben, das Bildung, Wissenschaft, Religion und Kultur umfasst, sowie die Zusammenarbeit der Menschen.
  2. das Rechtsleben, das Gesetze, Regeln und demokratische Vereinbarungen der Gesellschaft umfasst.
  3. das Wirtschaftsleben, das die Produktion, den Handel und Konsum von Waren und Dienstleistungen beinhaltet.

Sie werden als autonom und gleichrangig, aber unterschiedlich in ihrem Wesen beschrieben. Jedem Hauptbereich wird ein Ideal der Französischen Revolution als leitendes Prinzip zugeordnet:

  • die Freiheit dem Geistesleben,
  • die Gleichheit dem Rechtsleben,
  • die Brüderlichkeit dem Wirtschaftsleben.

Gesitesleben

Das Geistes- bzw. Kulturleben ist der Bereich der Freiheit, in dem Fähigkeiten entfaltet werden sollen um die Gesellschaft als Ganzes zu bereichern und zu entwickeln. Es ist der Bereich der Bildung, Kunst, Wissenschaft und Religion.

#freiheit #denken #spiritualität #kunst

Rechtsleben

Im Rechtsleben gilt das Prinzip der Gleichheit, wo unabhängig vom sozioökonomischen Status die gleiche Rechte für alle Menschen gelten. In diesem Bereich verankern wir die Beziehung zwischen den Menschen als gleichberechtigte Individuen.

#gleichheit #fühlen #empathie #Menschen

Wirtschaftsleben

Das Wirtschaftsleben beschreibt die Verwandlung der naturgegebenen Rohstoffe in Waren, die menschlichen Bedürfnissen dienen. Das Prinzip, welches das Wirtschaftsleben regelt, ist die Solidarität: Die Bedürfnisse der anderen werden durch meine Arbeit gedeckt, so wie meine Bedürfnisse durch die Arbeit der anderen gedeckt werden.

#solidarität #tun #wollen #kooperation

Neuigkeiten

Corona – Wie geht es unseren Kindern? Wie helfen wir unseren Kindern und Jugendlichen in der Pandemie? 4000 2250 Sektion Sozialwissenschaften

Corona – Wie geht es unseren Kindern? Wie helfen wir unseren Kindern und Jugendlichen in der Pandemie?

Wie helfen wir unseren Kindern und Jugendlichen in der Pandemie? Seit über einem Jahr leben wir im Ausnahmezustand. Gefährdet sind vor allem die Alten. Aber betroffen sind vor allem die Kinder. Kinder brauchen Bewegung, Begegnung, Erfahrung, Natur. Sie wollen erleben, entdecken, Freunde treffen, spielen, lernen und wachsen. Sie brauchen Ungebundenheit, Zärtlichkeit, Vertrauen – nicht Angst.…

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Als sei er mit und nicht gegen die Eindrücke 2692 1792 Sektion Sozialwissenschaften

Als sei er mit und nicht gegen die Eindrücke

Als sei er mit und nicht gegen die Eindrücke Gerald Häfner · Mai 6, 2021 Zum 100. Geburtstag wird Joseph Beuys im Goetheanum gefeiert. Zu Lebzeiten begegnete ihm der 35 Jahre jüngere Gerald Häfner in den politisch aktiven Kreisen in Achberg und in der Gründungsphase der Grünen. Nachtodlich bleibt das Goetheanum ein Ort ihrer Zusammenarbeit. Das Gespräch…

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Die Welt von Innen: Letzte Rettung Impfung? Was hilft uns aus der Pandemie? 1500 844 Sektion Sozialwissenschaften

Die Welt von Innen: Letzte Rettung Impfung? Was hilft uns aus der Pandemie?

Donnerstag, 18. März, 19 Uhr – live Letzte Rettung Impfung? Was hilft uns aus der Pandemie? Ein Gespräch mit Harald Matthes, Matthias Girke und Georg Soldner. Moderiert von Gerald Häfner. Auf Youtube anschauen Zu dieser Reihe Anthroposophen sind interessante Leute. Sie sind immer wieder für neue, überraschende Perspektiven gut. Sie gehen achtsam mit der Erde,…

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Unsere Arbeit

Die World Goetheanum Association wurde am 18. Mai 2018 gegründet. Sie ist ein Verbund von Partnern, bestehend aus Unternehmen, Institutionen, Initiativen und selbständig Tätigen. Die Association engagiert sich für die Zukunft von Mensch und Erde auf der Basis von Menschenwürde und gelebter Verantwortung. Ihr Handeln orientiert sich an der Vision einer gerechten Welt.

Wie begegnen wir den dringlichen sozialen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts? Im Jahr 1919 kurz nach Ende des Ersten Weltkrieg entstand in Stuttgart eine Volksbewegung für die „Dreigliederung des sozialen Organismus“. Sie wurde von Rudolf Steiner inspiriert und trat für einen umfassenden gesellschaftlichen Umbau ein, der auf der Selbstbestimmung verantwortungsbewusster Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft beruht.

Das Forum für Sozialinitiative (SIF) ist eine gemeinnützige Initiative, die von der Sektion für Sozialwissenschaften am Goetheanum ausgerichtet wird. SIF verbindet Initiativen und Einzelpersonen, die sich mit sozialen Schlüsselthemen unserer Zeit befassen.

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Goetheanum

Die Freie Hochschule für Geisteswissenschaften ist zuständig für die spirituelle Forschung, für die Anregung und Bearbeitung praktischer Fragen und für die Weiterbildung in anthroposophisch orientierten Arbeitsfeldern. Heute ist die Hochschule in eine allgemeine anthroposophische Sektion und zehn Fachsektionen gegliedert. Die Arbeit baut auf dem geisteswissenschaftlichen Kurs auf, den Rudolf Steiner 1924 für die Angehörigen der Universität im Rahmen ihrer ersten Klasse gehalten hat. Die Hochschule hat ihren Sitz und ihre Koordinationsstelle am Goetheanum, und ihre Arbeit findet weltweit in den Kontexten statt, in denen die Angehörigen der Hochschule tätig sind.

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